Mit Ausbildung starten
Die Ausbildungen zum Mediengestalter Bild und Ton und zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik dauern jeweils drei Jahre und werden von der IHK geprüft. Ausbildungsbetriebe sind Produktionsfirmen, Sender, Agenturen, Veranstaltungsdienstleister und Unternehmen mit eigener Medientechnik. Frag, an welchen Produktionen du mitarbeitest und mit welcher Technik du lernst, denn das prägt, was du nach der Ausbildung vorweisen kannst.
Das Showreel
Für Kamera und Schnitt ist ein Showreel oft wichtiger als jedes Zeugnis. Halte es kurz, zeig deine stärksten Arbeiten zuerst und nenne zu jedem Ausschnitt deine Rolle: Kamera, Schnitt, Ton oder alles. Für Stellen mit Social-Media-Bezug gehören auch Hochformate und kurze Clips dazu. Für Medientechnik ersetzt eine Liste deiner Projekte und Systeme das Showreel.
Aktualisiere das Showreel regelmäßig und nimm ältere Arbeiten heraus, wenn neue besser zeigen, was du heute kannst.
Erste Projekte finden
Viele beginnen über Praktika, Assistenzen, Hochschulprojekte oder kleine Aufträge im Bekanntenkreis. Achte darauf, dass du Rechte an den Aufnahmen klärst, bevor du sie in dein Showreel nimmst. Bei Aufträgen für Unternehmen und bei Aufnahmen von Personen brauchst du deren Zustimmung zur Veröffentlichung.
Wenn du frei arbeitest, dokumentiere jeden Auftrag mit Datum, Kunde und Aufgabe. Diese Liste hilft dir später bei Bewerbungen auf feste Stellen.
Auf Anfragen ohne Bezahlung solltest du nur eingehen, wenn du klar weißt, was du dafür bekommst, etwa Material für dein Showreel oder einen Kontakt zu einer Produktion.
Technik, die in Anzeigen gefragt ist
Anzeigen nennen häufig konkrete Schnittprogramme, Kamerasysteme oder Mediensteuerungen. Wenn du ein System noch nicht kennst, aber ein vergleichbares, schreib das ehrlich dazu. In der Medientechnik zählen außerdem Grundlagen in Netzwerktechnik und Signalwegen, weil Bild und Ton heute oft über Netzwerke laufen. Für Veranstaltungen ist Erfahrung mit Aufbau, Verkabelung und sicherem Arbeiten an Traversen gefragt.
Unterlagen und Bewerbung
- Showreel oder Arbeitsproben mit Link, der ohne Anmeldung funktioniert.
- Liste der Programme und Geräte, die du sicher beherrschst.
- Führerschein, wenn Drehs an wechselnden Orten genannt sind.
- Kurze Projektliste mit deiner Rolle und dem Ergebnis.
Im Gespräch wird oft über konkrete Projekte gesprochen. Bereite zwei Beispiele vor, bei denen etwas schiefging und du eine Lösung gefunden hast, etwa bei Tonproblemen oder knappen Deadlines.
Fragen für das Gespräch
- Wie viele Drehtage und wie viel Schnitt gehören zu einer typischen Woche?
- Mit welchem Equipment und welcher Software arbeitet ihr?
- Wie werden Wochenend- und Abendeinsätze geplant und ausgeglichen?