medienproduktionsjobs
Ratgeber

Gehalt in der Medienproduktion: Festanstellung, Produktion, Honorar

Wie Film- und Videoarbeit bezahlt wird und was die Spanne erklärt.

Passende Stellen ansehen

Drei Beschäftigungsformen

In der Medienproduktion gibt es feste Stellen, Verträge auf Produktionsdauer und freie Mitarbeit. Feste Stellen findest du bei Agenturen, Unternehmen mit eigener Videoabteilung, Medientechnik-Dienstleistern und Sendern. Verträge auf Produktionsdauer gibt es vor allem bei Film- und Serienproduktionen. Freie Mitarbeit wird pro Tag oder Projekt abgerechnet. Vergleiche Angebote nur innerhalb derselben Form, denn bei Honoraren trägst du Versicherungen und Ausfallzeiten selbst.

Bei Verträgen auf Produktionsdauer endet die Beschäftigung mit dem Projekt. Plane Lücken zwischen zwei Produktionen ein und frag früh, ob eine Folgeproduktion ansteht.

Der Tarifvertrag für Filmschaffende

Für Beschäftigte, die auf Produktionsdauer angestellt sind, gibt es den Tarifvertrag für auf Produktionsdauer beschäftigte Film- und Fernsehschaffende, kurz TV FFS. Tarifpartner sind ver.di und die Produktionsallianz, der Verband der Produzenten. Der Tarif enthält Mindestgagen für viele Gewerke, Regeln zur Arbeitszeit und Zuschläge für lange Drehtage. Er gilt für tarifgebundene Produktionsfirmen. Frag bei Produktionsverträgen, ob nach TV FFS gezahlt wird, und lass dir die Gage pro Woche und die Regelung für Überstunden zeigen.

Bei festen Stellen in Agenturen oder bei Dienstleistern frag gezielt, ob ein Tarifvertrag gilt. Ohne Tarif wird das Gehalt frei verhandelt.

Tagessatz und Projekt richtig rechnen

Wenn du frei arbeitest, rechne vom Tagessatz rückwärts: Wie viele Drehtage und Schnitttage hast du realistisch im Jahr, welche Zeiten gehen für Angebote, Vorbereitung und Abrechnung drauf, und was kosten Technik, Versicherung und Weiterbildung? Erst dann ist ein Tagessatz mit einem Jahresgehalt in Festanstellung vergleichbar.

Bei Pauschalen für ein ganzes Projekt kläre vorher, wie viele Korrekturschleifen enthalten sind. Zusätzliche Schnittfassungen kosten Zeit, die sonst unbezahlt bleibt.

Was die Spanne erklärt

  • Gewerk: Kamera, Schnitt, Ton und Technik werden unterschiedlich vergütet.
  • Verantwortung: Leitung eines Teams oder einer Abteilung, etwa Postproduktion oder Service und Wartung.
  • Technik: Erfahrung mit bestimmten Kamerasystemen, Schnittprogrammen oder Mediensteuerungen.
  • Arbeitszeiten: Dreh- und Veranstaltungstage am Abend und am Wochenende.
  • Reisen: Dreharbeiten und Einsätze an wechselnden Orten mit Spesen und Übernachtung.

Gehälter auf dieser Seite

32.000–45.000 € brutto/Jahr
Cutter / Mediengestalter Bild und Ton (m/w/d), Genius, Limburg an der Lahn und Umgebung
35.000–50.000 € brutto/Jahr
Video Cutter (m/w/d), Free resume, Hamburg und Umgebung
45.000–60.000 € brutto/Jahr
Medientechniker AV- und Collaboration-Systeme (m/w/d), LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G., Münster

Wenn eine Anzeige eine Gage oder ein Gehalt nennt, gilt diese Angabe.

Fragen zur Vergütung

  • Wie werden Überstunden an Drehtagen erfasst und ausgeglichen?
  • Werden Reisezeiten als Arbeitszeit bezahlt?
  • Wird eigenes Equipment genutzt, und gibt es dafür eine Pauschale?

Passende Stellen

Weitere Ratgeber